Alles rund um die Konfirmation

Nun ist es soweit, dass Ihre Kinder den Konfirmandenunterricht besuchen m├Âchten. Aber was ist zu tun? Im Folgenden finden Sie einige Antworten auf immer wieder gestellte Fragen. Sehr gerne d├╝rfen Sie sich auch mit Pfarrer B├╝ttner in Verbindung setzen. Pers├Ânlich k├Ânnen dann diese oder weitere Fragen im Gespr├Ąch gekl├Ąrt werden.

Wie melde ich mein Kind zum Konfirmandenunterricht an?
Im Pfarramt erhalten Sie ein Anmeldeformular, das Ihnen mit der Post oder auch mit E-Mail auf Anfrage zugesandt wird. Dieses Formular schicken Sie bitte ausgef├╝llt und unterschrieben an das Pfarramt zur├╝ck. Der Unterricht beginnt in der Regel im Fr├╝hjahr eines jeden Jahres. Es k├Ânnen aber auch Ausnahmen gemacht werden, wenn eine Gruppe von mindestens 3 Kindern zusammenkommt.

Wer darf am Unterricht teilnehmen?
Zum Konfirmandenunterricht kann sich jeder anmelden, der zwischen 10 und 12 Jahren ist. Entscheidend f├╝r die Zulassung zum Unterricht ist die Entwicklung Ihres Kindes. Eltern und Pfarrer treffen hier eine f├╝r beide Seiten einvernehmliche L├Âsung. Ziel ist es, den Unterrichtsbeginn f├╝r Ihre Kinder individuell und auf sie angepasst zu beginnen.

Die Taufe ist keine Voraussetzung f├╝r den Unterricht. Diese kann im Laufe der Konfirmandenzeit gefeiert werden. Durch den Unterricht sollen die Kinder, die Getauften und die noch nicht Getauften, in die Welt des christlichen Glaubens hineinwachsen, auf ihre Fragen von der Bibel her Antworten erhalten und m├╝ndige Christinnen und Christen werden.

Wann und wo findet der Unterricht statt?
Der Unterricht findet in den Gemeinder├Ąumen der Evangelisch-Lutherischen Philippusgemeinde statt. Tag und Uhrzeit werden gemeinsam vom Pfarrer mit den Eltern festgelegt. Neben dem Rhythmus der Unterrichtseinheiten gibt es Konfirmandentage und Konfirmandenfreizeiten, an denen die Konfirmanden teilnehmen m├╝ssen.

Was erwarten wir?
Wir erwarten, dass die Kinder regelm├Ą├čig zum Unterricht kommen und sich Abmelden, wenn sie verhindert sind. Zudem erwarten wir die regelm├Ą├čige Teilnahme an den Gottesdiensten der Evangelisch-Lutherischen Philippusgemeinde. Au├čerdem sollen die Eltern den Pfarrer bei seiner Aufgabe die Kinder zu unterrichten unterst├╝tzen, indem die Eltern ihre Kinder zum Lernen der Aufgaben ermuntern.

Was d├╝rfen Sie von uns erwarten?
Sie d├╝rfen von uns und dem Pfarrer erwarten, dass der Unterricht gut vorbereitet ist und Ihre Kinder nach den Richtlinien der Lutherischen Kirche unterrichtet werden. Das beinhaltet:

1. Die Bibel (Altes und Neues Testament)
- Kenntnisse der wichtigsten biblischen Geschichten
- ├ťberblick ├╝ber die biblischen B├╝cher

2. Kennenlernen des christlichen Glaubens an Hand des Kleinen Katechismus Dr. M. Luthers
- Die 10 Gebote
- Das apostolische Glaubensbekenntnis
- Das Vaterunser
- Die Taufe
- Das Abendmahl
- Die Beichte

3. Kenntnisse zum Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG)
- Aufbau
- Lieder
- Gottesdienstablauf

Neben Bibelversen und einigen Gesangbuchliedern, soll der Kleine Katechismus Dr. Martin Luthers am Ende des Unterrichts auswendig beherrscht werden. Hierbei wird R├╝cksicht auf die jeweilige Situation und Entwicklung des Kindes genommen.

Wie lange dauert ein Kurs?
Zur Zeit dauert ein Konfirmandenkurs 3 Jahre, bei vierzehnt├Ągigem Rhythmus. Am Ende erfolgt eine Konfirmandenpr├╝fung.

Wie teuer ist die Teilnahme am Kurs?
F├╝r den Unterricht m├╝ssen sie nichts bezahlen. Kosten, die f├╝r den Unterricht entstehen, sowie Konfirmandenfreizeiten sind selbst zu finanzieren. Zusch├╝sse seitens der Gemeinde sind nach Antrag m├Âglich.

Welches Unterrichtsmaterial wird ben├Âtigt?
-
Ordner/Ringbuch DIN A 4 f├╝r zweifach gelochtes Papier
- Ein Hausaufgabenheft
- Papier und Schreibzeug
- Bibel (Lutherbibel 1984)
- Evangelisch-Lutherisches Kirchengesangbuch, neuste Auflage

Der Konfirmationsgottesdienst!
Nach der Konfirmandenpr├╝fung wird an einem Sonntag ein festlicher Gottesdienst zur Konfirmation gefeiert. Das erste Mal werden die Jugendlichen am Heiligen Abendmahl teilnehmen. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden treten an den Altar.

- Die Konfirmanden sagen vor Gott und der Gemeinde Ja zu ihrer Taufe
- Die Gemeinde betet f├╝r die Konfirmanden und bittet um den Heiligen Geist
- Der Pfarrer segnet jeden einzelnen, legt die H├Ąnde auf und spricht den Segen Gottes zu.

Den Jugendlichen wird ein Bibelvers (Konfirmationsspruch) zugesprochen. Mit der Konfirmation d├╝rfen die Jugendlichen dann auch das Patenamt bei der Taufe ├╝bernehmen.

Die Konfirmation – Schlussstrich oder Hilfe zum Leben?
Konfirmiert sein – hei├čt das Freiheit von der Kirche? Dies ist nat├╝rlich nicht so gewollt und ein Zerrbild dessen, was die Konfirmation eigentlich will. Die Konfirmation ist mehr als ein Ritus, der den ├ťbergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter markiert. Die konfirmierten Jugendlichen sind eingeladen weiter auf dem Weg des Glaubens in der Gemeinde Jesu Christi zu gehen. Hierf├╝r brauchen sie ├╝ber die Konfirmation hinaus die Begleitung durch ihre Eltern. Paten und der ganzen Evangelisch-Lutherischen Philippusgemeinde.

Glauben leben
ÔÇ×Konfirmation“ ist ein Fremdwort. Es kommt aus der lateinischen Sprache und hei├čt: befestigen, st├Ąrken, best├Ątigen, beteuern. Dies soll im Unterricht geschehen und findet seine Best├Ątigung in der Konfirmation. Mit dem christlichen Glauben ist es so, wie mit Kindern. Kinder werden geboren, sie lernen krabbeln, dann langsam laufen, brabbeln unverst├Ąndliches vor sich hin bis sich die ersten richtigen W├Ârter formen, ganze S├Ątze entstehen. So ist es im christlichen Glauben. Wir m├╝ssen den christlichen Glauben lernen, versuchen selber ├╝ber unseren Glauben zu reden und dann Schritte in Kirche und Gemeinde zu tun. Dies ist ein lebenslanger Prozess, zu dem auch der kirchliche Unterricht mit der Konfirmation steht. Um weitere Glaubensschritte zu tun bietet die Evangelisch-Lutherische Philippusgemeinde einen Jugendkreis, einen Bibeltreff und als H├Âhepunkt den Gottesdienst an. Lassen auch Sie sich neu einladen Schritte in Gottes Welt zu tun.

Taufe und Konfirmation
In der Regel sind die Konfirmanden als S├Ąuglinge oder kleine Kinder getauft worden. Dort sind sie auf den Namen Gottes des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Wasser getauft worden und zum Kind Gottes geworden. In der Konfirmation sollen die Jugendlichen nun selber ihren christlichen Glauben bekennen und Ja zu ihrer Taufe sagen. Das, was damals am Taufstein die Paten versprochen haben, sagen sie nun selber: Die Absage an den Teufel mit allen seinen Werken, seinem Wesen, seinen M├Ąchten und Kr├Ąften und die Hingabe an den Dreieinigen Gott und dem christlichen Glauben. Dies geschieht mit den Worten des apostolischen Glaubensbekenntnisses. Hierzu geh├Ârt auch das Versprechen sich treu zu den Gottesdiensten der Evangelisch-Lutherischen Kirche zu halten, weil ohne die christliche Gemeinschaft der lebendige Glaube erl├Âschen kann.

Die Konfirmation ist nicht das Ende, sondern ein weiterer Schritt auf dem Weg durch dieses Leben hin zur ewigen sichtbaren Gemeinschaft mit Jesus Christus.